Chrüsimüsi

Ein treffender Ausdruck im Dialekt ist mir heute besonders präsent: Etz mume Negel mit Chöpf mache! Das heisst: Nüt me aabränne lah, fürschi mache, lifere schtatt lafere, nüme umeblööterle, verschiebe macht de Braate nöd feiss, s isch gnueg Heu dune! Im Dialekt tönt alles nicht so drängend – aber es ist mir ernst: Wir haben alle nicht mehr viel Zeit, die Natur kommt gut ohne uns aus.

Auch im Kleinen, im Privateren ist verschieben selten eine gute Lösung. Meist können Risiken abgeschätzt werden und hundertprozeinige Sicherheit gibt es ja bekanntlich nie. Mutig sein – denn inzwischen können wir Geimpften es doch wirklich wagen wieder zu verreisen! Und dann kommt wieder so eine Mutante in den Fokus… als Geimpfte denke ich aber, dass ich es wagen kann: Die Toscana-Reise werde ich nächste Woche definitiv bestätigen.
Denn schon im letzten Blog habe ich von der Toscana geschwärmt – jetzt halte ich mich damit zurück und verweise auf die Rubrik Reisen, es hätte noch freie Plätze. Aber meine Lieblingsaufname, die Aussicht aus dem Hotelzimmer in San Gimignano – das muss einfach sein. Und mein Leporello zur Reise macht Vorfreude: youtube/ Kathrin Severin Leporello Skizzenbuch Toscana

Ziit isch am wertvollschte wäme si nöd hät. Wieder so ein Spruch. Ich bin ja schon lange nicht mehr jung, wieder ein Jahr abzuwarten liegt da nicht mehr drin – also: Nüt meh verschiebe und Negel mit Chöpf mache! Et – la France nous attend: Auch bei der Reise in die Provence und nach Paris sind noch Plätze frei. vimeo.com/kathrinseverin/Uzès

Themenwechsel zur Kunst:

Täglich sitze ich im Atelier und häkle so meine Gedanken zusammen – momentan entstehen Formen, kleine Objekte. Mit Innen und Aussen, zum Drehen und Wenden, es gibt viele Ansichten. Zuerst nannte ich die Objekte Shells – Muscheln. Da landete ich aber beim Gedankenhhäkeln unvermittelt bei der Toleranz: Ist nur meine Sichtweise richtig? Kann ich fremde Ansichten und Meinungen akzeptieren? Kann ich andere Denkweisen verstehen? Und wo findet die Toleranz ihre Grenze? Ignoranz und Selbstsucht sind mir unverständlich – doch im selben Garten, auch in meinem, wachsen auch Gleichgültigkeit und Egoismus.

Ich empfange gerne neugierige Besucher in meinem Atelier in Winterthur – einfach vorher anmelden auf ks@kathrinseverin.ch

Bad Ragartz

Es lohnt sich in jedem Fall die grösste Freiluft-Skulpturen-Ausstellung Europas zu besuchen. 83 Künstler aus 16 Ländern haben in Bad Ragaz ihre Skulpturen platziert – zum Teil poetisch, zum Teil gigantisch, zum Teil tiefsinnig, zum Teil witzig – aber immer spannend und sehenswert. Welches mein Favorit ist? Mein Werk Tri Colore! Ich findes soooo schön! Und ich kann es mir deshalb auch gut in einem privaten Garten vorstellen. kathrinseverin.ch und badragatz.ch

Und ach ja, das Portugal – Leporello!

Ich hatte es versprochen, aber beim Vorbereiten des Videos zu meiner Portugal-Reise bin ich noch nicht weiter gekommen. Meine Filmversuche waren allzu arg verwackelt. Ich versuchs nochmal – versprochen.

Jetzt wünsche ich wunderschöne Sommerwochen, warm und sonnig oder total verregnet – es gilt immer aus allem das Beste zu machen.

Herzliche Grüsse
Kathrin Severin

6 Antworten auf „Chrüsimüsi“

  1. Liebe Kathrin
    Ich freue mich immer wieder auf deine inspirierenden, motivierenden und erfrischenden Blog‘s 🙏
    Wir sind nun schon 5 Wochen in der Toscana bei Sonnenschein!
    Vorher war ich drei mal in Bad Ragaz! Und ich werde sicher im September wenn ich zurück bin nochmals gehen! Es ist unglaublich wie vielfältig diese Ausstellung ist. Es gibt immer wieder etwas Neues zu entdecken! Deine Trikolore ist traumhaft im Morgenlicht und fantastisch platziert, bravo ich gratuliere dir von ganzem Herzen für dieses Werk mit Durchblick !
    Auch ich wünsche dir einen sonnigen warmen Sommer! Der Regen ist jetzt durch… es wird immer besser
    Carissimi cordiali saluti Barbara

    1. Liebe Barbara,
      herzlichen Dank für deinen positiven Kommentar. Ich erfreue mich jedesmal an den Farben meiner Skulptur, wer sich darauf einlässt sieht so viel mehr, Einblick, Durchsicht und Farbschatten, vorallem im Morgenlicht. Geniess die Zeit in der Toscana – da zieht es mich auch hin! Herzlich Kathrin

  2. Wunderschön sind deine Skizzen…-
    Du bringst das Licht so gut hinein-
    v.a. mit weglassen und perfekten
    Schattenwürfen?
    Wir waren im Engadin,auf der Heimfahrt
    das Muzeum Susch besucht;
    extrem gute,schöne Architektur und
    Ausstellung!
    Geniess den Sommer!
    Liebe Grüsse. Heiner Tinner

    1. Lieber Heiner,
      es freut mich, dass dir meine Skizzen gut gefallen! Vielen Dank für den Tipp mit dem Museun in Susch – das steht schon einige Zeit auf meiner Planungs-Liste!Alles Gute für dich, lieber Gruss Kathrin

  3. Ich glaube, ich muss mir auch einmal eine Häkelarbeit zutun, und wenn es nur für einen Pfannenblätz ist. Mir gefallen deine tiefsinnigen Gedanken dabei. Aber einen Pfannenblätz brauche ich schon lange nicht mehr. Also bleibe ich beim Malen. Das ist für mich wie eine Meditation.
    Einen Besuch in deinem Atelier habe ich nicht vergessen. Deine Mappe bekommst du zurück. Ich werde mich melden.
    Herzlich Ursula

    1. Liebe Ursula,
      ich danke dir für dein schönes Echo – komm doch mal mit der Mappe als Vorwand im Atelier vorbei, dann zeige ich dir meine neuesten Arbeiten. Und Kafi gibts auch 😉 Liebe Grüsse Kathrin

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